Ältere Arbeitslose ohne Chancen? – Institut der Bundesagentur für Arbeit liefert wissenschaftliche Beweise

Im Kurzbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 8/2014 finden wir Hinweise auf die Wirklichkeit der Arbeitslosigkeit in Deutschland.

„Die institutionellen Rahmenbedingungen, insbeson­dere die medizinisch angelegten Kriterien bei ein­geschränkter Erwerbsfähigkeit sind hierzulande so ausgestaltet, dass ein Ausweichen in die Erwerbs­minderungsrente keine Ausstiegsoption darstellt. Demgegenüber haben die Nachbarländer vielfältige Probleme damit, den vorzeitigen Erwerbsausstieg über Erwerbsunfähigkeit zu reduzieren und dieses Erwerbspotenzial stärker zu aktivieren.“

So hören sich sozialpolitische Schweinereien in Deutschland in wissenschaftlichem Vokabular an.

Gemeint ist damit, daß in Deutschland auch Kranke gesetzlich als gesund gelten, damit man ihnen keine Rente zahlen muß.

Aber es geht noch weiter. Die Wissenschaftler haben belegt, daß es gar nicht möglich ist, die Menschen, die eigentlich eine Rente bekommen müßten, zu vermitteln. Stattdessen schmeißt man sie als verdeckte Erwerbsunfähige in das Hartz 4 Loch rein und tut so, als ob es Arbeit für sie geben würde. Das hört sich wissenschaftlich so an:

„Im Ländervergleich sind Langzeit­erwerbslose in Deutschland besonders häufig chro­nisch krank. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass eine relevante Zahl von Langzeit­erwerbslosen, die als erwerbsfähig gelten, aber nur eingeschränkt beschäftigungsfähig sind, im ALG­II­ System (Hartz IV) zu finden ist. Diese „verdeckt Erwerbsunfähigen“ werden selbst bei lebhafter Arbeitskräftenachfrage vom Arbeitsmarkt kaum aufgenommen und ihre Be­schäftigungsfähigkeit kann mit bisher bekannten In­strumenten der aktiven Arbeitsförderung auch nicht so weit verbessert werden, dass sie am Arbeitsmarkt eine Chance bekommen. Bei der aktuellen Diskussion um die Schaffung eines „sozialen Arbeitsmarktes“ für diese Problem­gruppe können unliebsame Erfahrungen in anderen Ländern mit Instrumenten wie „geschützter Be­schäftigung“ (Niederlande) oder sogenannte Flex­ Jobs (Dänemark) durchaus lehrreich sein. Das Beispiel der Nachbarländer zeigt, dass ein großzügig ausgestalteter „sozialer Arbeitsmarkt“ starke Expansionstendenzen aufzeigt, die mit hohen Kosten und geringen Übergangsraten in reguläre Beschäftigung verbunden sind.“

Da steht, daß man sie nicht in Arbeit bekommt, selbst wenn man viel Geld in die Hand nimmt. Da wäre es doch einfacher, wenn man sie in Rente schickt statt das Geld Dritten zu geben.

Aber warum will man das wohl nicht?

Der Wahrheit eine Gasse!

 

 

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