D – vom Land für Ehrliche und Fleissige zum Staat für Arme und Reiche

Die Deutschen seien „ärmer als der Durchschnitt, sie leben nicht so lange wie die anderen, sie haben keine Kinder, und die Ausländer suchen das Weite, weil sie nicht länger mit ihnen leben wollen“.

Was Jean-Luc Melenchon hier sagt, habe ich auch schon mal beschrieben. Aber das wollen viele nicht hören.

Es gibt noch mehr Tatsachen, die man sehen kann:

Gut geht es den Reichen und den Beamten, schlecht geht es denen, die arbeiten müssen.

Und denen geht es noch schlechter, wenn sie arbeitslos werden und gleichgesetzt werden mit Menschen, die hier kaum oder noch nie eingezahlt haben, quasi auf Anweisung viele Kinder in die Welt setzen, weil dies mehr Geld vom Amt gibt, davon leben und beten, auch dafür, dass dies so bleibt.

Zudem ist Hartz 4 ein System, das mehr oder weniger kriminelle Konstrukteure hatte.

Aber die nächsten Jahre werden die Dinge in Bewegung bringen.

Denn

  • die Verarmung von immer mehr Menschen,
  • das Beibehalten des Gier-Prinzips und
  • dies alles zu Lasten der Fleissigen

wird Folgen haben.

Fleissig ist man übrigens nicht nur, wenn man 45 Jahre gearbeitet hat. Das ist man auch, wenn man 25 Jahre gearbeitet hat und auch wenn man sozial tätig war (nicht zu verwechseln mit social).

Rechnet man zudem das Altersgeschenk für Beamte um, die geschenkte Pension vom letzten Gehalt ohne eigene Beiträge (nicht mal vom Durchschnitt aller Jahre) dann haben alle anderen Arbeitnehmer eigentlich den Anspruch, schon nach 30 Jahren in Rente gehen zu können.

Wieso sollen Arbeitnehmer solange wie Beamte arbeiten, wenn sie nur die Hälfte von deren Altersversorgung erhalten und dafür auch noch die ganze Zeit einzahlen müssen?

Da ja Renten und Pensionen bei der Besteuerung gleichgesetzt wurden, ist dies sicherlich auch bei der Berechnung der Arbeitsleistung der Fall.

Das ist dann ein Beitrag zur Reduzierung von Ungerechtigkeit. Zudem gibt es mittlerweile eine Bertelsmann-Studie zu dem Thema, die klar sagt, dass die Einbeziehung von Beamten einer der wichtigsten Schritte ist, um dieses Thema positiv zu lösen und damit Ungerechtigkeit abzubauen. Wenn die „Lebensleistung“ zählt für die Rentenberechnung, dann bitte für alle, zumal Beamte dann immer noch besser dran sind, weil sie eine Arbeitsplatzgarantie haben und damit höhere Renten erhalten werden.

Meiner Einschätzung nach werden wir aber das Gegenteil erleben. Da im Bundestag überwiegend Beamte sitzen, werden diese lieber einer Erhöhung des Renteneinstiegsalters auf 69 zustimmen als einer Einbeziehung ihrer eigenen Pensionen in die Rentenversicherung, zumal diese dann in der Regel geringer werden. Mal sehen.

In Deutschland gibt es drei Fragen, die zunehmend drängen

  • Schon Marx warnte davor, dass die Menschen spätestens dann losgehen, wenn etwas zu einer „Messer- und Gabelfrage“ wird.
  • Und neben der Messer- und Gabelfrage gibt es hier zunehmend eine Glaubensfrage mit vollen Moscheen und leeren Kirchen.
  • Zuguterletzt gibt es hier die Gerechtigkeitsfrage, die dazu führt, dass die Gesellschaft zunehmend nur noch von den Kleinen gehalten wird.

Für die, die davon gerade profitieren, ist es deren Erfolgsmodell. Für die, die die Zechen zahlen müssen und erleben, wie diese Gesellschaft kaputt geht, ist es kein Erfolgsmodell. Zudem ist der kleine Mann in Deutschland chancenlos, selbst bei hoher Qualifikation und guten Leistungen.

Und wenn Sie mir nicht glauben, weil ich mein Denken in Deutschland gelernt habe zwischen Köln und Wuppertal, dann glauben Sie doch bestimmt einem amerikanischen Professor von einem Think-Tank:

„Die hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sei erkauft durch niedrige Löhne und eine Zunahme von prekären Arbeitsverhältnissen. „Billige Arbeit ist der Hauptgrund des deutschen Exporterfolgs der letzten zwölf Jahre“, meinte Posen.

Stattdessen hätten die deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren versäumt, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch technologischen Fortschritt und mehr Bildung zu steigern.“

So bleibt dann noch viel Platz für weitere Artikel.

 

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