Erwerbsminderungsrente ablehnen ist teurer als 2 Jahre zahlen

Der Verwaltungsaufwand, um eine Erwerbsminderungsrente abzulehnen und zu prüfen ist höher als diese Rente dem Anspruchsberechtigten 2 Jahre zu zahlen. Hier werden also die Gelder der Versichertengemeinschaft vom Staat in einem Ausmaß verschleudert das seinesgleichen sucht.

In den Niederlanden weiß man das und hat deshalb das System verändert. Dort erhält man die Rente befristet und höher als in Deutschland, um Kosten zu sparen und Kranken zu helfen und sie zu heilen.

In Deutschland ist es umgekehrt.

Folgende Rechnung zeigt den Wahnsinn. Eine durchschnittliche Erwerbsminderungsrente für 24 Monate liegt in Deutschland pro Monat bei unter 700 Euro und würde damit maximal 16800 Euro in 24 Monaten betragen. Das ist ein Bruttobetrag, der noch um die Versicherungsbeträge vermindert würde, so daß der tatsächliche Aufwand bei vielleicht 12.000 Euro netto für 24 Monate liegen würde.

Wenn ein Versicherter nun durch die Mühlen der Verwaltung gejagt wird und Gutachten von Ärzten eingeholt werden und diese dann wiederum bearbeitet werden und dann wie selbstverständlich im ersten Anlauf eine Rente abgelehnt wird, das Ganze dann noch einmal beginnt bis es dann schließlich vor Gericht landet, dann sind bis dahin locker 12.000 bis 16.000 Euro ausgegeben worden. Rechnet man die Personalkosten und die Krankheitskosten komplett mit, dann ist der Betrag sicherlich wesentlich höher.

Sollte der Verischerte dann vor Gericht gewinnen erhöhen sich die Kosten durch Nachzahlung um ein Vielfaches.

Man könnte also viele Kosten sparen. Davon abgesehen wäre es sogar sinnvoll den Zahlbetrag auf 1000 Euro zu erhöhen und  jedem, der fünf Jahre gearbeitet hat, diesen zuzubilligen statt nur denen, die in den letzten fünf Jahren gearbeitet haben. So fliegen gerade die Älteren über 50, die vielleicht 25 Jahre gearbeitet haben aber mit 49 arbeitslos wurden und mit 55 krank dann systematisch raus und werden ins Hartz4 System politisch gewollt geworfen.

Stattdessen werden in Deutschland Menschen, die krank geworden sind, gezwungen, Prozeduren mitzumachen, die im Ergebnis zu noch mehr Krankheit führen, noch mehr Kosten verursachen, noch mehr Verwaltung erzeugen und noch mehr Kosten verursachen.

Die Politik hat also beschlossen, daß wir sparen auf Kosten der Kranken – koste es, was es wolle.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Das stimmt. Ich habe öfter in letzter Zeit den Satz gehört, ich habe mir die Privatadresse des Gutachters besorgt. Einmal habe ich erlebt, daß die Ehefrau den Mann vor dem Haus des Arztes abgefangen hat. Da kann der Arzt wohl froh sein. Aber ob das immer so glimpflich ausgeht glaube ich eher nicht. Wer auf Befehl per Gesetz aus kranken Menschen gesunde Menschen macht, der muß sich wohl nicht wundern.

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