Propaganda pur – Schröder pur

Es ist wie in der Hochzeit des Kalten Krieges.

Heute lesen wir „Bekommt Schröder die Geiseln frei?“.

Einen Klick weiter lesen wir, wie Philipp Mißfelder von der CDU (wie war das mit den 150.000 Euro pro Jahr von der teneues Gruppe nebenbei?) mit Putin den Geburtstag von Altkanzler Schröder feiert.

Was ist hier los? Welche Interessen stecken hinter welcher Meldung.

Die Bundesregierung weiß von nichts?

Komasaufen als neuer Weg zur Geiselrettung? – könnte ein Satireblatt formulieren.

Medien wie die Bergische Morgenpost haben ja das Problem, daß sie Menschen wie Schröder gut finden, weil der durch Hartz 4 Deutschland so schön asozial gemacht hat. Und nun soll ihr Held befleckt werden, weil er bei Putin feiert? Da dreht man das doch am besten um und sendet als Botschaft in die Köpfe, daß Schröder vielleicht die Geiseln rettet.

Das Ganze wird aber mit einem Fragezeichen versehen. Damit kommt man in die Oberlige der journalistischen Propaganda. Denn selbst wenn die Geiseln nun nicht sofort freikommen aber vielleicht irgendwann später, dann wird sich der eine oder andere sicherlich einen Reim darauf machen und sagen, Schröder war bestimmt daran beteiligt. Hätte er nicht mit Putin gefeiert wäre es vielleicht nicht zur Freilassung gekommen.

Dies alles ist Manipulation und Propaganda, hat aber mit seriösem Journalismus absolut nichts mehr zu tun.

Dagegen ist der Hinweis beim Spiegel auf das, was Herr Mißfelder so treibt, viel interessanter.

Wir leben also wieder mal in einer Zeit, in der man vor allem den Medien nicht so viel glauben darf, wenn man etwas wissen will.

Das Bild des Wissens entsteht eher durch die Pluralität der Meinungen, die man selbst recherchieren muß.

Dagegen gibt es Fakten, die für sich selbst sprechen. Ein Ergebnis der Agenda 2010 ist ja die massive Ausweitung von Leiharbeit.

Und so finden wir im Remscheider General Anzeiger einen substanziellen Hinweis darauf, wie der Arbeitsmarkt sich vor Ort heute am 1. Mai als Ergebnis dieser Gesetze real darstellt: „Etwa 36 Prozent der gemeldeten Stellen kommen aus dem Bereich „Arbeitnehmerüberlassung“, also Zeitarbeit.“

Mehr als ein Drittel aller Stellen ist also schon aus der Zeitarbeit. Menschenverleih als Geschäft. Es verdienen die Zwischenhändler. So gut wie keine dieser Stellen führt zu einem unbefristeten Arbeitsverhältnis in dem Betrieb, in dem sie arbeiten.

Das ist asoziale arbeitnehmerfeindliche Gesetzgebung der Agenda 2010.

Das ist Schröder pur.

 

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