Rente, Armut, Propaganda – heute ist ein guter Tag für Lügengeschichten

Heute läuft die innerdeutsche Propagandamaschine auf Hochtouren. Die Gewerkschaften melden sich in den Medien zu Wort und warnen vor einem „massiven Rentenproblem.“

Dann nennen sie Zahlen aus NRW, die zeigen, daß die Renten immer öfter nicht mehr zum Leben reichen.

Und dann kommt in derselben Zeitung Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft zu Wort und sagt, alles nicht so schlimm, weil….

(Ich habe anders verlinkt, weil in der mir vorliegenden gedruckten Tageszeitung beide Artikel zu finden sind aber online nur an anderen Stellen)

Und nun kommt ein wunderbarer Taschenspielertrick aus der Propagandakiste. Wenn man eine Tatsache nicht abstreiten kann, dann muß man sie so relativieren, daß der nackte Kaiser plötzlich angezogen wirkt.

Wie macht Hüther das?

Er streitet nicht ab, daß immer mehr Menschen arm sind. Aber er ändert die Inhalte, indem er sagt, man kann sich im Osten mehr für sein Geld leisten als im Westen. So wird aus arm plötzlich reich. Dazu bedient er sich statistischer Größen jenseits der Realität.

Und so werden Arme statistisch plötzlich reich, auch wenn im Osten alles so teuer ist wie im Westen.

Und wenn dann im Osten mehr arm sind, dann sind sie deshalb in Wirklichkeit reicher als im Westen.

Alles klar?

Hüther setzt in meinen Augen auf die klassische Propaganda, die die mediale Wirklichkeit durch Gegenwirklichkeit relativiert. So soll heute das Wort „arm“ inhaltlich neu besetzt werden.

Es ist wahrscheinlich der erste Schritt einer neuen Initiative, die versucht, die Wörter umzumünzen. Wir erinnern uns. Deregulierung bedeutet Entlassung und nun soll arm reich bedeuten.

So wird uns nun immer öfter suggeriert werden, daß die Armen zwar arm sind aber eigentlich real reich, je näher sie Richtung Berlin leben.

Die Propagandamaschine rollt und rollt und rollt….

 

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