Wie erkennt man Gesinnungsjournalismus?

Ich möchte dies an einem kleinen Beispiel mit großer Wirkung zeigen.

Immer wieder wird darauf hingewiesen, es stimme nicht, daß Asylanten so viel erhalten wie Inländer. Und dann kommt das Beispiel, ein Asylant erhält 359 Euro und ein alleinstehender Hartz4 Empfänger 399 Euro.

Genau hier hat der Gesinnungsjournalismus zugeschlagen.

Hartz4 beginnt bei 360 Euro für Eheleute, die zu sog. Bedarfsgemeinschaften gehören.

Wer in Deutschland verheiratet ist, erhält 1 Euro mehr als ein Asylant, wenn er/sie Hartz4 erhält.

Erst wenn man allein ist, bekommt man 39 Euro mehr.

Diese Abzüge hat das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt.

Davon sprechen Gesinnungsjournalisten nicht.

Fakt ist, daß Asylbewerber einen Euro weniger erhalten als erwachsene Hartz4 Empfänger, die nicht alleinstehend sind.

Und sobald sie dann Hartz4 erhalten sind sie gleichgestellt.

Wenn Sie also das nächste Mal einen Artikel oder Grafiken sehen, auf denen „Fakten“ angeboten werden, schauen Sie doch mal genau hin, ob dies alles hier dort auch gesagt wird.

Dann fällt es leichter, dies als Journalismus oder als Journaille einzuordnen.

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