Wie unsere Politiker sich an uns im Alter vergehen

Drei Themen bewegen mich, die unsere Politiker fast schon in ekelerregender Weise übergehen. Es geht um das Alter und dabei speziell um die Themen

  • Pillen im Heim,
  • Hoffnungslos arm trotz Fleiß und
  • an Schmerzen oder den Nebenwirkungen früher sterben trotz Alternative.

1. Über 50 Prozent der untersuchten Seniorenheime geben ihren Bewohnern heimlich Pillen, um sie ruhigzustellen und damit auch willenlos und entscheidungslos zu machen. Da wäre ja die Frage zu stellen, wenn es Briefwahl im Seniorenheim gibt …

2. Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt aktuell fest (8/2014): „Altersarmut ist eine besonders schwerwiegende Form der Armut. Während jüngere Menschen Armut häufig als vorübergehende Lebensphase begreifen und über eine Perspektive verfügen, sich aus der Einkommensarbeit herauszuarbeiten, ist das bei älteren Menschen häufig nicht der Fall. Mit dem Eintritt in den Ruhestand, sinken die Chancen älterer Menschen drastisch, ihre ökonomische Lage zu verbessern. Mit anderen Worten, wenn ein Rentnerhaushalt erst unter die Armutsgrenze gefallen ist, wird sich daran mit fortschreitendem Alter kaum etwas ändern… Wenn die Zahlen der Bezieher/-innen von Grundsicherung im Alter und Wohngeld zusammengeführt werden, entsteht ein neues Bild, das sich von der Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes zur Grundsicherung im Alter deutlich unterscheidet… Die Deutschland-Quote der von Einkommensarmut betroffenen älteren Bevölkerung verdoppelt sich gegenüber einer bloßen Betrachtung der Grundsicherung im Alter. Auch haben sich die Verhältnisse zwischen West- und Ostdeutschland verändert, beide Werte liegen gleichauf. In Westdeutschland ist der Bezug von Grundsicherung im Alter höher als in Ostdeutschland.“

Jeder 2. neue Renter/Rentnerin hat heute eine Rente unter der Grundsicherung (2012 genau 53%). Und das in einem der reichsten Länder der Welt.

Dies alles finden wir in der aktuellen Untersuchung des DPWV mit dem Titel „Altersarmut in Deutschland: Bislang nur die halbe Wahrheit“

3. Hanf hilft gegen Schmerzen, hat so gut wie keine Nebenwirkungen, ist erprobt und preiswert. Selbst die USA machen mit. Zudem wird es in anderen Ländern lebensverlängernd und zur Erhöhung der Lebensqualität eingesetzt. Und bei uns? Da müssen die Senioren Tabletten mit vielen Nebenwirkungen zu sich nehmen, die das Leben eher nicht verlängern und die Lebensfreude nehmen. Wieso? Sollen Sie nicht so alt werden und früher sterben? Und wieso soll nur ein Schwerkranker Sterbender Hanf erhalten? Wieso kann ich bei Unwohlsein und Schmerzen keine Hanftablette nehmen? Wo leben wir, daß uns unser Selbstbestimmungsrecht vorenthalten wird?

Was tut die Politik?

Es ist doch erst ein paar Monate her, da erhöhten sich unsere Politiker ihre Diäten um mehr als 800 Euro pro Monat, also mehr als jeder 2. neue Rentner aktuell an Rente erhält. Hanf wird weiter kriminalisiert oder erst kurz vor dem Tod per Gericht zugelassen und gegen die Altersarmut wird nichts gemacht. Ganz im Gegenteil: Sie fühlen sich offenkundig wohl, wenn die Verarmungsregel von Hartz 4 ehrliche Menschen systematisch vor der Rente ausplündert.

Allein die drei von mir aufgeführten Beispiele müssten verantwortungsvolle Menschen, die in der Politik sind, doch zum Handeln bringen. Aber sie tun nichts.

Es wird Zeit für eine neue Politik – mit anderen Politikern, die für das Volk sind.

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