Zeitarbeit: Heuern und Feuern wissenschaftlich belegt

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Die Begründung für die Einführung der Zeitarbeit ist, bei einem Zeitarbeitsunternehmen eingestellt zu werden und in diesem festen Arbeitsverhältnis dann bei verschiedenen Kunden zu arbeiten.

Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Untersuchung läßt den Schluß zu, daß mehrheitlich das unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmer abgewälzt wird.

Der Tarifvertrag sieht zur Überbrückung eigentlich ein Zeitarbeitskonto vor, so daß das unternehmerische Risiko sich sowieso schon auf die Arbeitnehmer verlagert. Aber selbst das reicht nicht. Stattdessen werden überwiegend kurzzeitige Arbeitsverhältnisse geschlossen, wie nun belegt wird.

Damit müßte die Zeitarbeit reformiert werden:

„Vergleicht man jedoch die Zahl der Leiharbeit- nehmer mit der Zahl aller abhängig Beschäftigten im Jahr 2013 (Stichtag 30. Juni) standen den 852 Tausend Leiharbeitnehmern etwa 34 Mio. abhängig Beschäftigte gegenüber. Dementsprechend ist die Leiharbeitsquote, die die Zahl der Leiharbeiter in das Verhältnis zu allen abhängig Beschäftigten setzt, mit 2,5 Prozent nach wie vor gering.
Hinter diesen Bestandsdaten verbirgt sich jedoch eine außergewöhnliche Dynamik (vgl. auch Infokasten auf Seite 4). Im Jahr 2012 beispielsweise wurden 980 Tausend neue Beschäftigungsverhältnisse in der Zeitarbeitsbranche abgeschlossen und gleichzeitig 1.205 Tausend Jobs beendet.“

Im Schnitt dauert ein Arbeitsverhältnis in der Zeitarbeit drei Monate: „Der Median der Beschäftigungsdauer für alle in einem Jahr begonnenen Leiharbeitsverhältnisse beträgt gerade einmal drei Monate.“

 

 

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